„GartenUtopien: Was uns in Zukunft blüht“ – ab 1. Oktober 2026 im Palmengarten Frankfurt

© Palmengarten

Neue Ausstellung im Palmengarten Frankfurt verbindet reale und imaginäre Landschaften mit Zukunftsvisionen
Wie könnte ein Garten der Zukunft aussehen? Welche Pflanzen werden dort wachsen, welche Landschaften entstehen – und wie verändern sich unsere Vorstellungen von Natur angesichts von Klimawandel, neuen Lebensräumen und technologischen Entwicklungen? Mit diesen Fragen lädt der Palmengarten Frankfurt zu einer Reise in mögliche Welten ein.

Die Ausstellung „GartenUtopien – Was uns in Zukunft blüht“ ist vom Donnerstag, 1. Oktober 2026, bis Sonntag, 7. Februar 2027, in der Galerie am Palmenhaus zu sehen. Präsentiert werden verschiedene reale und imaginäre Landschaften, in denen sich unterschiedliche Vorstellungen davon spiegeln, wie Zukunft aussehen könnte.
Dabei geht es nicht um eine einzige Vision der Zukunft. Die Ausstellung entfaltet vielmehr ein Panorama ganz unterschiedlicher Utopien. Die Spannweite reicht vom „Garten der Fülle“ bis zum „Garten des Wandels“, von kunstvoll gestalteten Plastikpflanzen bis zu sogenannten Schwammlandschaften. Die Besucherinnen und Besucher bewegen sich dabei gedanklich und räumlich zwischen vertrauten Orten und völlig neuen Welten – von Frankfurt bis in den Weltraum.

Zwischen Gartenkunst und Zukunftsvision
Entstanden ist die Ausstellung in Zusammenarbeit von Gärtnerinnen und Gärtnern sowie Künstlerinnen und Künstlern. Damit treffen zwei Perspektiven aufeinander, die auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein könnten: die praktische Arbeit mit Pflanzen, Böden und Landschaften und die freie künstlerische Auseinandersetzung mit möglichen Lebenswelten.

Gerade daraus entsteht der besondere Reiz der „GartenUtopien“. Der Garten wird nicht allein als gestalteter Naturraum verstanden, sondern als Projektionsfläche für Wünsche, Hoffnungen und Vorstellungen von einer möglichen Zukunft. Was heute noch wie eine Fantasie erscheint, kann morgen Teil einer veränderten Umwelt sein – und manches, was vertraut wirkt, könnte in Zukunft ganz anders aussehen.
So wird die Ausstellung auch zu einer Einladung, über das Verhältnis von Mensch und Natur nachzudenken. Der Garten ist dabei zugleich konkreter Ort und gedankliches Modell: Er kann Fülle versprechen, Wandel sichtbar machen, Schutz bieten oder völlig neue Lebensräume eröffnen.

Von Frankfurt bis zum Weltraum
Die Bandbreite der gezeigten Arbeiten macht deutlich, wie weit der Begriff „Garten“ gefasst werden kann. Neben bekannten Vorstellungen von bepflanzten und gestalteten Landschaften stehen ungewöhnliche Materialien und Szenarien. Kunstpflanzen aus Plastik treffen auf Schwammlandschaften, vertraute Frankfurter Bezüge auf Visionen, die bis in den Weltraum reichen.
Damit verlässt die Ausstellung bewusst die Grenzen des klassischen Gartenbildes. Sie fragt danach, was überhaupt ein Garten sein kann, wenn sich die Bedingungen des Lebens verändern. Ist ein Garten künftig noch ein Stück Erde unter freiem Himmel – oder könnte er auch an Orten entstehen, an denen heute niemand an Gartenbau denkt?

Tschechische Perspektiven – Beitrag zum Ehrengastauftritt auf der Frankfurter Buchmesse
Ein besonderer Akzent ergibt sich durch den Ehrengastauftritt Tschechiens auf der Frankfurter Buchmesse 2026. Im Rahmen des Kulturprogramms sind auch Arbeiten der tschechischen Künstlerin Veronika Richterová in der Ausstellung vertreten.
Damit fügt sich „GartenUtopien“ in das vielfältige Programm des tschechischen Kulturjahres in Frankfurt ein und erweitert die Ausstellung um eine internationale Perspektive. Die Begegnung von Kunst, Gartenkultur und Zukunftsvisionen macht den Palmengarten dabei selbst zum passenden Ort: Wo sonst ließe sich besser darüber nachdenken, was uns in Zukunft blühen könnte?
Die Ausstellung „GartenUtopien – Was uns in Zukunft blüht“ ist vom 1. Oktober 2026 bis 7. Februar 2027 in der Galerie am Palmenhaus des Palmengartens Frankfurt zu sehen.