„Drachen – Mythos und Wirklichkeit“ Hessisches Landesmuseum Darmstadt erzählt ab 2. Oktober 2026 die Kulturgeschichte des bis heute populären Fabelwesens

Ein „wahrhaftiger“ kleiner Drache, 2026 rekonstruiert von Florian Schäfer vom Team Forgotten Creatures nach einem alten Motiv ( Stich) von Ludwig Schongauer empfängt die Besucher. © Foto: Diether v. Goddenthow

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt zeigt in Kooperationen mit dem Museum Schnütgen und Museum für Ostasiatische Kunst, beide Köln, vom 02. Oktober 2026 bis zum 17. Januar 2027 die grandiose interdisziplinäre Sonderausstellung Drachen – Mythos und Wirklichkeit. Die vom Kuratorenteam Dr. Thomas Foerster, Dr. Dominik Hennhöfer und Carina Koch (Co-Kuratorin) wunderbar entwickelte Drachenausstellung nähert sich dem Mythos „Drachen“ aus zahlreichen Perspektiven. Drachen beflügeln die Fantasie des Menschen seit Jahrtausenden. Die faszinierenden Fabelwesen gehören zum festen Repertoire großer Geschichten – von antiken Mythen bis zu Serienhighlights unserer Gegenwart. Präsentiert werden über 170 herausragende europäische und ostasiatische Kunstwerke von der Antike bis zur Gegenwart sowie naturwissenschaftliche Exponate, darunter seltene Dokumente der Wissenschaftsgeschichte, jahrmillionenalte Fossilien und Tierpräparate.

Zu den Werken aus den universalen Sammlungen des Hessischen Landesmuseums Darmstadt gehören grafische Blätter unter anderem von Albrecht Dürer, Rembrandt Harmensz van Rijn und Arnold Böcklin, spätmittelalterliche Glas- und Tafelmalerei, der hochmittelalterliche Drache aus dem Kloster Lorsch sowie der Niedererlenbacher Altar von 1497. Hinzu kommen Nasspräparate von Flugdrachen (Draco volans) und ein fossiler Python.

Ausstellungs-Impression „Himmlisch Teuflisch“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Ergänzt werden diese Objekte durch zahlreiche internationale Leihgaben. Zu ihnen zählen unter anderem die spätantike Dracostandarte aus Niederbieber – das einzige erhaltene Exemplar ihrer Art aus dem Römischen Reich –, die Handschrift des Alexanderromans aus der Königlichen Bibliothek in Brüssel, der Margareta-Altarflügel von Jan Rombouts aus Löwen, chinesisches Porzellan aus der Ming-Dynastie sowie der Klagenfurter Lindwurmschädel von 1335 und Ulisse Aldrovandis Schrift „Serpentum et draconum historiae“.

Zu den außergewöhnlichen Werken aus dem Museum Schnütgen Köln zählen der 1484 erschienene Reisebericht des Jean de Mandeville, das kostbare Stundenbuch der Jannieke Bollengier, ein Bergkristallkreuz aus dem frühen 14. Jahrhundert aus dem Rheinland sowie Bauskulptur aus dem 12. Jahrhundert.
Aus dem Museum für Ostasiatische Kunst werden unter anderem die über 3000 Jahre alten Weingefäße der Shang-Dynastie aus China sowie der faszinierende Jadeanhänger aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. aus der Östlichen Zhou-Dynastie präsentiert. Die japanischen und koreanischen Drachen begegnen uns auf dem Stellschirmpaar von Tosa Mitsutsugu, in der Grafik „Drachen in Wellen“ von Utagawa Kuniyoshi sowie auf Hängerollen, Spiegeln und Vorratskrügen aus Porzellan.

Julia Hillebrand, stellvertretende Direktorin des Hessischen Landesmuseums Darmstadt, sagt: „Die Schau Drachen – Mythos und Wirklichkeit verbindet Kunst, Kulturgeschichte und Naturwissenschaft auf einzigartige Weise. Sie zeigt, wie eng menschliche Vorstellungskraft und wissenschaftliche Neugier miteinander verknüpft sind und wie ein uraltes Motiv bis heute Menschen auf der ganzen Welt begeistert und fasziniert.“

Ausstellungsrundgang

Die Ausstellung startet nach dem Einführungsbereich (Sektion 1) thematisch in der Gegenwart mit  Sektion 2 „bunt – unsterblich“ und geht dann zurück bis zu den Wurzeln weltweiter Drachenmythen (China, Antike, Christentum, Mittelalter usw.), einschließlich historischer naturwissenschaftlicher Entmythologisierung ab dem 16. Jahrhundert und erläutert abschließend, wie der Name Drache dennoch in der Wissenschaft namentlich überlebt hat.

Sektion 2 „Unsterblich / bunt“ – Drachen in Kunst und Kultur der Moderne und Gegenwart

Aktueller denn je, gehören Drachen heutzutage zur aktuellen Fantasy-Kultur, wie z. B. die Romane von J. R. R. Tolkien oder die zahlreichen anderen Bücher, Filme, Comics und Spiele lebendiger als je zuvor. Drachen sind weit mehr als Fabelwesen: sie erzählen von menschlicher Vorstellungskraft, von kulturellem Austausch und von dem Wunsch, die Welt zu verstehen. © Foto: Diether v. Goddenthow

Den Auftakt der Ausstellung bildet Sektion 2 „Unsterblich / bunt – Drachen in Kunst und Kultur der Moderne und Gegenwart“. Sie zeigt nicht nur die ungebrochene Popularität, das breite Spektrum an Drachengeschichten und -objekten, sondern auch, wie sehr historische und politische Ereignisse mit der Symbolkraft des fiktiven Wesens aus Legenden und Mythen reflektiert wurden.

Bereits die schier unüberschaubare Menge des fest in der modernen Film- und Popkultur, Kunst und Symbolik verankerten Wesens beziehungsweise die schier unüberschaubare Menge an Kinder- und Fantasy-Literatur, Theaterstücken, Filmen und Serien, Video- und Computerspielen, Gemälden und Grafiken belegt, wie sehr Drachen – auch in der westlichen Welt – heute noch oder wieder mehr eine bedeutende Rolle spielen.
Der Drache erweist sich dabei als erstaunlich wandelbares Wesen. Er kann Schrecken verbreiten, als faszinierendes Fantasiewesen auftreten oder zum Symbol für ganz unterschiedliche Vorstellungen und Erfahrungen werden. Seine jahrtausendealte Geschichte ist keineswegs abgeschlossen, sondern wird in der Gegenwart ständig neu erzählt.

Sektion 3 „Allmächtig / magisch“ – Drachen in den ostasiatischen Kulturen

Impression der Ausstellung „Drachen – Mythos und Wirklichkeit“ vom 2. Oktober 2026 bis 17. Januar 2027 iim Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Hier Themenbereich: „Allmächtig magisch – Drachen in den ostasiatischen Kulturen“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Drachen werden je nach kulturellem Kontext ganz unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben. In China, Korea und Japan ist der Drache hingegen mehrheitlich positiv konnotiert und hält als kosmische Kraft die Natur im Gleichgewicht.

Dies ist Schwerpunktthema in Sektion 3 „Allmächtig / magisch. Drachen in den ostasiatischen Kulturen“, die zunächst der Frage nachgeht, ob der Drache aus China kommt. Nach den weltweit ältesten bisher bekannten Darstellungen eines solchen geschuppten, vierbeinigen Wesens mit großem Maul und Klauen aus einem neolithischen Grab des 5. Jahrtausends v. Chr. aus der Provinz Henan in China ist davon auszugehen.
Auch in China war dieses Drachen-Wesen vielfältig und schwer eindeutig zu definieren – mal wurm- und schlangenartig oder aus verschiedenen Tieren bestehend. Es gibt Drachen, die in der Erde leben, solche, die fliegen können, und solche, die im Himmel leben. Die typische Drachenform verfestigt sich in China etwa ab dem 2. Jahrhundert vor Christus.

So ordnet der „Klassiker der Berge und Meere“ (chin. Shanhaijing), das älteste überlieferte Werk der chinesischen Mythologie, den Drachen unter „geschuppten Reptilien“ ein. Der Gelehrte Wang Fu (ca. 90–165 n. Chr.) gibt eine Malanleitung eines Mischwesens, unter anderem mit einem Kopf wie von einem Pferd oder Kamel und mit einem Schlangenschwanz, mit Hörnern eines Hirsches und Augen wie Dämonen. Es habe Schuppen wie ein Karpfen und Klauen eines Adlers beziehungsweise eines Tigers sowie Ohren eines Rindes.

Anders als im Westen ist der Drache in Ostasien mehrheitlich positiv besetzt, gilt als starkes Schutztier und wurde so auch zum Symbol des Kaisers. Der chinesische Drache ist ein Tier, das Kraft verkörpert und diese auch verleihen kann. Er lebt im Wasser, bringt fruchtbaren Regen, spielt in den Wolken und hält den Kosmos im Gleichgewicht. Um seine Energie nutzen zu können, muss man ihn aber beherrschen und in Ritualen gnädig stimmen.
Er symbolisiert die Himmelsrichtung des Ostens und gilt als das positivste und stärkste Tier unter den zwölf Tierkreiszeichen. Im Buddhismus ist der Drache Schutzgottheit.
Korea und Japan haben den Drachen aus China „übernommen“, aber in ihre eigenen Vorstellungen integriert. Bei ihnen ist der Drache zwar ebenfalls mächtig und lebt im Wasser, kann aber auch manchmal böse sein, sodass er unterworfen werden muss.

Sektion 4 „Heldenhaft / bestialisch“ – Drachen seit der griechischen und römischen Antike

Draco – Römische Drachenstandarte 3. Jh. n. Chr., Fundort Kastell Neuwied Niederbieber. © Foto: Diether v. Goddenthow

In den europäischen Kulturen erscheinen Drachen als bedrohliche Wesen, die die Charakteristiken von Schlangen und Raubtieren miteinander verbinden. Sektion 3 „Heldenhaft / bestialisch. Drachen seit der griechischen und römischen Antike“ widmet sich den Ursprüngen dieser westlichen Denkart.
Während in der ostasiatischen Mythologie vornehmlich göttliche Himmelsdrachen auftreten, begegnet uns der Drache in der griechischen und römischen Antike vor allem als gefährliche, feindlich gesinnte Riesenschlange oder Ungeheuer – etwa im Zusammenhang mit den Heldentaten des Herkules.

Anhand einschlägiger Ausstellungsstücke erzählt die Sektion die Genese des abendländischen Drachenbildes. In den vier Schwerpunkten „Von den reptilienartigen Zwitterwesen“, „Die Drachenstandarte aus Neuwied-Niederbieber“, „Mythologische Heldinnen und Helden im Kampf gegen Drachen“ sowie „Alexander der Große, ein tugendhafter Held zwischen Antike und Mittelalter“ wird die Entwicklung dieses Bildes anschaulich nachvollziehbar.
Sensationelle Exponate – darunter Bilder, Reliefs, Fossilien und archäologische Funde – machen sichtbar, wie sich die Vorstellung vom Drachen als bedrohlichem und bestialischem Wesen herausbildete.
Das Schreckensbild des feuerspeienden Untiers entsteht in Europa jedoch erst in der Kunst des Mittelalters. Hier wird der Drache endgültig zum Symbol des Bösen, das durch das Gute überwunden wird – exemplarisch in der Ikonografie des Drachentöters. So zeigt sich: Ohne das bestialische Drachenwesen hätte es seit der Antike auch keine „echte Karriere als Held“ gegeben.

 

Sektion 5 „Himmlisch / teuflisch“ – Drachen in der christlichen Kunst

Im Christentum wird der Drache unter anderem im Buch der Offenbarung des Johannes zum Synonym des Teufels. So besiegt der Erzengel Michael im himmlischen Kampf der Apokalypse den Drachen, von dem es heißt, er sei „die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt“ (Offb 12,9).
Damit erhält der Drache eine neue, eindeutig religiöse Bedeutung: Er steht für das Böse, das im Kampf zwischen himmlischen und teuflischen Mächten überwunden werden muss.
Dieses zentrale Motiv der christlichen Ikonografie greift in mehreren Räumen die Sektion 4 „Himmlisch / teuflisch. Drachen in der christlichen Kunst“ auf. In den vier Schwerpunkten „Drachen im Alten und Neuen Testament: Vom Sündenfall zur Erlösung“, „Die Apokalypse“, „Das Bezwingen von Drachen: Christliche Heldinnen und Helden“ sowie „Drachen in volkstümlichen Umzügen“ wird gezeigt, wie sich das Bild des Drachen zwischen biblischer Überlieferung, christlicher Kunst und gelebter Volksfrömmigkeit entwickelt.
Vom Drachen als Sinnbild der Versuchung und des Bösen bis hin zu seiner Überwindung durch christliche Heldinnen und Helden entfaltet sich dabei ein vielschichtiges Bild, das den Drachen fest in der religiösen Vorstellungswelt Europas verankert.

Das Gemälde von Jan Rombouts d. Ä. aus der Zeit um 1522–1530 zeigt die heilige Margareta von Antiochia. Nachdem sie sich gegen eine aufgezwungene Ehe gewehrt hatte, erschien ihr der Teufel in Gestalt eines Drachen, den sie der Legende nach durch ein Kreuzzeichen vertrieb – das Böse ist besiegt. Ihr Stundenbuch folgt hingegen einer anderen Version der Legende: Nachdem der Drache die Heilige verschlungen hatte, bekreuzigte sie sich, woraufhin der Drache zerbarst und Margareta unversehrt aus dem Leib des Ungeheuers heraustrat. © Foto u Montage: Diether v. Goddenthow

Sektion 6 „Schrecklich / wahrhaftig“ – Drachen als Schmuckmotive und europäische Drachenberichte

Impression der Sektion 6 „Schrecklich Wahrhaftig“ © Foto u Montage: Diether v. Goddenthow

In der Sektion 5 „Schrecklich / wahrhaftig. Drachen als Schmuckmotive und europäische Drachenberichte“ richtet sich der Blick auf die vielfältigen Darstellungsvarianten des Drachen in Architektur, Bildhauerei, Glas- und Buchmalerei. Dabei zeigt sich, wie selbstverständlich das Fabelwesen über Jahrhunderte hinweg als dekoratives Motiv in die europäische Kunst- und Kulturgeschichte Eingang gefunden hat.
In den vier Schwerpunkten „Drachen als Schmuckmotive“, „Der Drache am Himmel und auf der Erde“, „Relikte und Sichtungen von Drachen“ sowie „Vom Kriegswesen zum Lustfeuerwerk und Wasserspiel“ geht die Sektion zugleich der Frage nach, wie aus dem mythischen Ungeheuer ein vermeintlich reales Wesen werden konnte.

Berichte über Sichtungen, vermeintliche Relikte und Spuren von Drachen zeugen von der Faszination, die das Unbekannte und Ungeheuerliche auf die Menschen ausübte. Zugleich begegnet der Drache in ganz unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen – als Symbol, Schmuckmotiv, militärisches Zeichen, spektakuläres Lustfeuerwerk oder kunstvoll inszeniertes Wasserspiel.

Sektion 7 „Lebendig / tierisch“ – Drachen im Licht der Naturwissenschaft

Noch bis in die Neuzeit wurden Drachen als real existierende Tiere angesehen. Erst mit dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaften im 16. und 17. Jahrhundert wandelte sich dieses Bild grundlegend: Der über Jahrhunderte hinweg als regulärer Teil der zoologischen Tierwelt begriffene Drache wurde aus der Systematik der Zoologie ausgeschlossen und ins Reich der Fabelwesen verdrängt.

Drachen im Licht der Naturwissenschaft – Bildvordergrund: Komodo-Drache. © Foto: Diether v. Goddenthow

Die Ausstellung endet daher mit der Sektion 7 „Lebendig / tierisch. Drachen im Licht der Naturwissenschaft“ und der „Entmythologisierung des Drachen“.
Weitere Themenschwerpunkte sind „Naturwissenschaftliche Beschreibungen“ sowie „Drachen auf der Erde, im Wasser und in der Luft“. Dabei zeigt sich, dass der Drache biologisch zwar nicht existiert, seine Vorstellung aber bis heute in der Sprache und in wissenschaftlichen Bezeichnungen fortlebt. Das „Ungeheuer“ blieb als Vergleichsfigur, Symbol und Namensgeber für Tiere erhalten, deren Erscheinungsbild an die alten Vorstellungen erinnert.
So trägt etwa die südostasiatische Echsenart Draco, ein sogenannter „Flugdrache“, den Drachen noch heute in ihrem wissenschaftlichen Namen. Auch in der Tierwelt der Lüfte begegnet er uns: Libellen heißen im Englischen „dragonflies“. Auf dem Boden lebende Tiere tragen ebenfalls den Drachen im Namen, etwa der „Komodo-Drache“.
Und selbst die moderne Forschung greift auf die Fantasy-Welt zurück: Eine 2016 entdeckte Ameisenart wurde als „drogon“ nach einem Drachen aus der Fantasy-Serie Game of Thrones benannt.

Auch der seit der Antike bekannte schlangenartige Drache Python lebt in der heutigen Zoologie fort. Sein Name findet sich in der Familie der Pythonschlangen, die in Afrika, Asien und Australien verbreitet sind. Trotz solcher wissenschaftlichen Namensgebungen und immer neuer Bezüge zur Tierwelt bleibt festzuhalten: Einen biologischen Drachen gibt es nicht.
Und doch könnte man am Ende der Ausstellung sagen: Und er lebt doch – natürlich nur noch symbolisch. Denn gerade die moderne Fantasy-Kultur hat den Drachen lebendiger erscheinen lassen als je zuvor. Romane von J. R. R. Tolkien und zahlreiche weitere Bücher, Filme, Comics und Computerspiele haben das Fabelwesen zu einer bis heute faszinierenden Figur der Populärkultur gemacht. Der Drache ist damit aus der Zoologie verschwunden, aus unserer Vorstellungswelt jedoch keineswegs.

Fazit
Drachen sind weit mehr als Fabelwesen: Sie erzählen von menschlicher Vorstellungskraft, von kulturellem Austausch und von dem Wunsch, die Welt zu verstehen. Gerade in der Verbindung unterschiedlicher Disziplinen liegt die besondere Stärke dieser Ausstellung. Sie lädt dazu ein, den Drachen als kulturelles Symbol, als Gegenstand wissenschaftlicher Neugier und als Ausdruck menschlicher Fantasie neu zu entdecken.
Ergänzt wird dieses vielfältige Panorama mit digitalen Inhalten, einem Erzählstrang für Kinder, einer Leseecke und Zeichenwand sowie stimmungsvollen Installationen. So können Jung und Alt entdecken, wie viel Wirklichkeit in dem jahrtausendealten Mythos „Drachen“ steckt. Die Ausstellung ist sehr empfehlenswert!

(Diether von Goddenthow – RheinMainKultur.de)

 

Hessisches Landesmuseum Darmstadt

 

Katalog/ Begleitbuch

Zur Ausstellung erschien das von Julia Hillebrand, Shao-Lan Hertel und Moritz Woelk herausgegebene Begleitbuch: Drachen. Mythos und Wirklichkeit. im Hirmer-Verlag, München 2026, 176 Seiten, 191 Abb., 260 x 210 mm, Softcover, € 40,00,  ISBN: 978-3-7774-4854-1. Das Werk geht über die Ausstellung hinaus und gibt einen wissenschaftlich fundierten  praxisnahen Überblick über die vielen Facetten des Mythos Drachen. „Der Band zeigt eindrucksvoll europäische und ostasiatische Kunstwerke von der Antike bis zur Gegenwart sowie Zeugnisse der Naturwissenschaftshistorie, von uralten Fossilien bis zu heute lebenden Tieren. An diesem vielfältigen Panorama zur kulturgeschichtlichen Relevanz ist zu entdecken, wie viel Wirklichkeit in dem jahrtausendealten Mythos ‚Drachen‘ steckt.“