Wiesbadener WerkRaum feiert nach sechs erfolgreichen Monaten Finissage und Abschlussparty

© Foto: Diether v. Goddenthow

Der im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 als Interimsprojekt am 2. Mai eröffnete Wiesbadener WerkRaum befindet sich nach sechs erfolgreichen Monaten auf seinen letzten Metern. Was als Experiment für neue Formen der Begegnung, kulturellen Teilhabe und gemeinschaftlichen Gestaltung begann, entwickelte sich zu einem lebendigen Treffpunkt mitten in der Innenstadt. Mit einer Bilanz von rund 40.000 Besuchern, 200 Veranstaltungen und 68 beteiligten Partnern verabschiedet sich der WerkRaum in der Langgasse 5–9 am Samstag, 31. Oktober, mit einer Finissage und anschließender Abschlussparty. Alle Bürger sind dazu eingeladen, gemeinsam auf das Projekt zurückzublicken und die letzten Stunden des offenen Begegnungsortes zu genießen.

Ein letztes Mal öffnet der WerkRaum an diesem Samstag ab 11 Uhr seine Türen. Um 18 Uhr beginnt der offizielle Teil der Finissage mit einem Rückblick von Museumsdirektorin Sabine Philipp. Anschließend richten Stadträtin Helga Tomaschky-Fritz in Vertretung des Oberbürgermeisters und der Kulturdezernentin, Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, sowie Katharina Hesse, Direktorin Operations und Finanzen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026, ihre Grußworte an die Gäste.

Im Anschluss geht die Veranstaltung in eine Abschlussparty mit DJ Wolfgang Kerl alias Mr. Mojo über. Die Vinothek bietet an diesem Abend eine Cocktailbar an. Bei Musik, Getränken und Gesprächen können Besucher noch einmal die besondere Atmosphäre des WerkRaums erleben, Erinnerungen austauschen und auf sechs Monate voller Ideen, Begegnungen und gemeinschaftlicher Aktivitäten zurückblicken.

Was zunächst als zeitlich begrenztes Experiment angelegt war, entwickelte sich unter der Leitung des sam – Stadtmuseum am Markt zu einem offenen Ort für die Stadtgesellschaft. Ausstellungen, Workshops, Diskussionen und zahlreiche weitere Veranstaltungen brachten Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Perspektiven zusammen. Wiesbadener Initiativen, Institutionen und engagierte Bürger gestalteten das Programm aktiv mit und machten den WerkRaum zu einer Plattform, auf der Ideen entstehen, ausgetauscht und gemeinsam weiterentwickelt werden konnten. Zugleich eröffnete der Ort neue Möglichkeiten, die Wiesbadener Innenstadt jenseits gewohnter Konsumangebote zu erleben.

Entstanden war der WerkRaum als konsumfreier „Vierter Ort“ und Wiesbadener Beitrag zur World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026, die unter dem Motto „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“ steht. Initiiert wurde das Projekt von Museumsdirektorin Sabine Philipp und der Architektin Sandra Düsterhus von Point Architektur. Ziel war es, den Wiesbadener WDC-Projekten eine zentrale Präsentationsfläche zu bieten und zugleich einen offenen Raum für Gestaltung, Begegnung und Beteiligung zu schaffen.

Gemeinsam mit Prof. Jörg Waldschütz und Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain wurde das ehemalige Kaufhaus dafür in einen Ort verwandelt, an dem Gestaltung nicht nur präsentiert, sondern unmittelbar erlebbar und gemeinschaftlich entwickelt werden konnte. Die Umsetzung des Projekts übernahm die Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden. Parallel dazu gewährte das Stadtmuseum anlässlich seines zehnjährigen Bestehens mit dem „Gläsernen Museum“ im Marktkeller Einblicke in seine Arbeit. Damit wurde auch die Frage aufgegriffen, wie ein Museum als offener, zugänglicher und eng mit der Stadtgesellschaft verbundener Ort gestaltet werden kann.

Mit der Finissage endet nun die zunächst auf sechs Monate angelegte Nutzung des ehemaligen Kaufhauses. Die Erfahrungen aus dem Projekt und die zahlreichen neu geknüpften Kontakte sollen jedoch über das Ende des WerkRaums hinauswirken. Das Stadtmuseum will die gewonnenen Erkenntnisse in seine weitere Arbeit einfließen lassen und sie insbesondere für die Weiterentwicklung des Museums als „Vierter Ort“ nutzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee eines Raumes, der persönliche Begegnungen und digitale Vernetzung miteinander verbindet und gesellschaftliche Teilhabe, gemeinschaftliche Gestaltung – Co-Creation – sowie eine offene Gemeinschaft fördert.

Auch wenn der WerkRaum am 31. Oktober seine Türen schließt, sollen die Impulse der vergangenen sechs Monate damit nicht verloren gehen. Die Finissage markiert deshalb nicht nur das Ende eines erfolgreichen Interimsprojekts, sondern zugleich den Übergang zu der Frage, wie sich die dort erprobten Ideen für eine lebendige, offene und beteiligungsorientierte Stadtgesellschaft künftig weitertragen lassen.

Weitere Informationen unter: www.wiesbaden.de/kultur/kultur-erleben/veranstaltungen/werkraum