
Die österreichische Judaistin und Historikerin sowie Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München, Mirjam Zadoff, hält die Laudatio auf Philippe Sands, der in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt wird. Die Verleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 11. Oktober 2026, in der Frankfurter Paulskirche statt und wird um 10.45 Uhr live in der ARD übertragen.
Mirjam Zadoff wurde 1974 in Innsbruck geboren. Nach ihrem Studium der Geschichte und Judaistik in Wien und München lehrte sie von 2014 bis 2019 als Professorin für Jüdische Studien und Geschichte an der Indiana University Bloomington. Anschließend war sie als Gastprofessorin unter anderem in Zürich, Berkeley und Berlin tätig.
Heute ist Zadoff Honorarprofessorin an der Technischen Universität München und außerplanmäßige Professorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit Mai 2018 leitet sie das NS-Dokumentationszentrum München. Dort verantwortet sie Ausstellungen, Vermittlungsprogramme und innovative digitale Projekte und entwickelt das Haus als Ort der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit weiter.
Zadoff ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Bücher und Ausstellungskataloge, darunter „Gewalt und Gedächtnis: Globale Erinnerung im 21. Jahrhundert“ (2023). Sie engagiert sich in verschiedenen Gremien, unter anderem in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, und wurde unter anderem mit dem Bayerischen Verdienstorden (2023) und dem Thomas-Dehler-Preis (2024) ausgezeichnet. Seit Februar 2026 ist Zadoff Mitglied im Stiftungsrat des Friedenspreises.
Friedenspreisreden zum Nachlesen im Reclam Verlag
Die Laudatio von Mirjam Zadoff wird gemeinsam mit der Dankesrede von Philippe Sands und den weiteren Ansprachen aus der Paulskirche nach der Verleihung vom Börsenverein in Buchform herausgegeben – in diesem Jahr erstmals in Zusammenarbeit mit dem Reclam Verlag.
Als zweisprachige Ausgabe werden die Friedenspreisreden in der Universal-Bibliothek veröffentlicht und sind ab dem 11. November im Buchhandel erhältlich.
Weitere Informationen zum Friedenspreis 2026 sind abrufbar unter www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de.
