Wiesbadener Fastnachts-Highlights vom 11.11.2026 bis Fastnachtssonntagszug am 7. Februar 2027

Pressekonferenz am 5.11.2026 zur Fastnachtskampagne 2026/2027 (v.li.) Dacho-Chef Simon Rottloff, Lothar Gebauer, stv. Dachovorsitzender, Oberbürgermeister Gerd-Uwe Mende, Sitzungspräsident Ernst H. Bodden , Zuginspektor Thomas Schreiner, Zugmarschall Harald Müller und Dacho-Programm-Chef Markus Franke. © Foto: Diether v. Goddenthow

Auf der heutigen Pressekonferenz im Wiesbadener Rathaus stellten Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, DACHO-Vorsitzender Simon Rottloff, DACHO-Programmchef Markus Franke, Zugmarschall Harald Müller, Zuginspektor Thomas Schreiner und Sitzungspräsident Ernst H. Bodden das närrische Programm für den 11.11.2026 sowie die Höhepunkte der Fastnachtskampagne 2026/2027 vor. Dabei steht ein besonderes Jubiläum im Mittelpunkt: 77 Jahre Dachorganisation Wiesbadener Karneval (DACHO), die unter dem närrischen Motto „7 x 11 = 77 Jahre DACHO“ gefeiert werden.

Elf Vereine, eine gemeinsame Idee und jede Menge närrischer Zusammenhalt: 1950 gründeten elf Wiesbadener Karnevalsvereine die Dachorganisation Wiesbadener Karneval, um die Straßenfastnacht der Landeshauptstadt gemeinsam in die Hände der Narren zu legen. In der kommenden Kampagne feiert die DACHO nun eine echte närrische Schnapszahl. Unter dem Motto „7 x 11 = 77 Jahre DACHO“ stehen die nächsten Monate ganz im Zeichen dieses besonderen Jubiläums. Auf der Pressekonferenz präsentierte die Dachorganisation die Höhepunkte der Fastnachtskampagne 2026/2027 – von der traditionellen Fahnenhissung über die Jubiläums-Prunksitzung bis hin zum großen Fastnachtssonntagszug.

„Unser Motto ‚7 x 11 = 77 Jahre DACHO‘ steht für weit mehr als eine närrische Rechenaufgabe. Es steht für Generationen von Narren, die mit Herzblut, Ideen und unzähligen ehrenamtlichen Stunden unsere Wiesbadener Fastnacht gestalten“, sagte DACHO-Vorsitzender Simon Rottloff. Was elf Vereine 1950 gemeinsam begonnen hätten, verbinde bis heute Menschen in der Stadt. Diesen Zusammenhalt wolle man mit einer Kampagne voller Frohsinn, Humor und Vorfreude auf das gemeinsame Jubiläum feiern.
Dass die DACHO in diesem Jahr bereits zum vierten Mal in Folge ein närrisches Jubiläum feiern könne, sei übrigens keine eigens erfundene Aneinanderreihung von Geburtstagen, sondern habe historische Gründe, erläuterte Rottloff mit einem Augenzwinkern. Die Gründung der Dachorganisation und die Entstehung des Wiesbadener Fastnachtssonntagszuges seien eng miteinander verbunden. Nachdem 1949 die Pressestelle der Landeshauptstadt mit der Organisation eines Fastnachtszuges betraut worden sei, habe man im darauffolgenden Jahr beschlossen, diese Aufgabe besser denjenigen zu übertragen, die aus dem närrischen Metier kämen. So sei 1950 die DACHO gegründet worden. Damit seien sowohl die Dachorganisation als auch der Fastnachtssonntagszug entstanden. Nach den Jubiläen der vergangenen Jahre stehe nun das 77-jährige Bestehen an. Anschließend könne man sich erst einmal eine kleine Jubiläumspause gönnen, scherzte Rottloff.

Vorfreude auf eine kurze, aber intensive Kampagne

Archivbild: © Foto: Diether v. Goddenthow

Auch Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende blickte mit Vorfreude auf die bevorstehende fünfte Jahreszeit. Allerdings werde es eine ausgesprochen kurze Kampagne, wie er betonte. Mit knapp 90 Tagen falle sie in diesem Jahr besonders kompakt aus. Bis zum Aschermittwoch am 10. Februar werde es dennoch närrisch hoch hergehen. Mende erinnerte zugleich an die Bedeutung der DACHO für das Wiesbadener Brauchtum und würdigte das 77-jährige Bestehen der Organisation sowie die lange Tradition des Fastnachtssonntagszuges.

Die Fastnacht sei jedoch nicht allein Sache der Vereine. Sie lebe ebenso von den zahlreichen Unterstützern und Sponsoren, die dafür sorgten, dass in Wiesbaden überhaupt in diesem Umfang gefeiert werden könne. Sein Dank gelte daher allen Beteiligten, die mit ihrem Engagement die Kampagne ermöglichten. Besonders freue er sich auf den Fastnachtssonntagszug am 7. Februar. Dieser sei nicht nur einer der größten Fastnachtszüge in Hessen, sondern nach seiner Überzeugung auch der schönste. Darüber könne man sich eigentlich nicht ernsthaft streiten, ließ Mende augenzwinkernd wissen.

Auftakt der Kampagne am 11.11.
Am 11. November 2026 hält der Frohsinn wieder Einzug in Wiesbaden. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Obermayr wird DACHO-Chef Rottloff die vierfarbbunte Fahne am Rathaus hissen. Komitees, Garden und Fahnenträger der angeschlossenen Vereine sorgen gemeinsam mit den Besuchern für einen stimmungsvollen Auftakt.

Anders als in manch anderer Stadt ist die Teilnahme an der Wiesbadener Eröffnung um 11.11 Uhr kostenfrei. Es wird kein Eintritt erhoben. Für den musikalischen Auftakt sorgt ein besonderes Wiesbadener Wahrzeichen: Das Glockenspiel der Marktkirche wird mit dem Narrhallamarsch die Veranstaltung einleiten. Auf dem Schlossplatz erwartet die Gäste anschließend ein buntes Bühnenprogramm mit Musik, Tanzgruppen und der feierlichen Proklamation.
Am Nachmittag zieht die Narrenschar traditionell weiter ins Luisenforum. Dort beginnt um 15.33 Uhr das Programm zur Inthronisierung des neuen Wiesbadener Kinderprinzenpaares. Ab 16.33 Uhr übernehmen Prinz Maxim I. vom Karnevalclub Rheingauviertel und Prinzessin Jana I. von den Carnevalsfreunden Wiesbaden die Regentschaft über den närrischen Nachwuchs.

„Unsere Fastnacht lebt davon, dass auch die Jüngsten mit Begeisterung dabei sind“, so Rottloff. Mit dem Luisenforum habe man dafür seit Jahren einen treuen Partner an seiner Seite. Wie in den Vorjahren sponsert das Einkaufszentrum im Herzen Wiesbadens die Kostüme des Prinzenpaares.

Das närrische Programm 2027
Die Kampagne ist historisch kurz, der Kalender dennoch prall gefüllt. Den Auftakt im neuen Jahr macht „Kids in die Bütt“ am 10. Januar 2027. In der ESWE-Halle gehört die Bühne dem närrischen Nachwuchs, der mit Büttenreden, Gesang und Tanzeinlagen einen Nachmittag für die ganze Familie gestaltet.

Ein besonderer Höhepunkt folgt bereits eine Woche später: Am 17. Januar 2027 ab 16.11 Uhr lädt die DACHO zu ihrer Jubiläums-Prunksitzung in den Friedrich-von-Thiersch-Saal des Wiesbadener Kurhauses ein. Durch das Programm führt im Jubiläumsjahr noch einmal ein altbekanntes Gesicht: Der frühere Sitzungspräsident Ernst H. Bodden gibt sich für diese besondere Kampagne noch einmal die Ehre. Passender könnte dieses Wiedersehen kaum sein: Auch Bodden feiert 2027 seinen 77. Geburtstag. Sieben mal elf Jahre DACHO treffen damit auf sieben mal elf Lebensjahre ihres einstigen Sitzungspräsidenten.

DACHO-Programmchef Markus Franke kündigt an, im Jubiläumsjahr die ganze Vielfalt der Wiesbadener Fastnacht auf die Bühne bringen zu wollen: mit pointierten Büttenreden, mitreißender Musik sowie begeisternden Tanz- und Showeinlagen. Dass Ernst H. Bodden noch einmal durch das Programm führe, mache die Prunksitzung besonders. Gemeinsam mit dem Publikum wolle man einen Abend feiern, der Tradition und närrische Lebensfreude verbinde – bis zum großen Finale mit der Konfetti-Party.
Der offizielle Kartenvorverkauf startet am 11.11. unter www.dacho.de oder telefonisch unter 0611-46 95 37 2.

Am darauffolgenden Samstag, dem 23. Januar 2027, wird ab 10 Uhr im Luisenforum wieder für den guten närrischen Zweck verkauft: Beim traditionellen Zopfverkauf zugunsten des Fastnachtssonntagszuges unterstützt das Backhaus Schröer die DACHO. Der Erlös fließt in die Finanzierung des großen Zuges. Die angeschlossenen Vereine begleiten den Verkauf mit einem bunten Rahmenprogramm.

Kinderzug und Rathaussturm
Am 6. Februar 2027 gehört die Wiesbadener Innenstadt zunächst den kleinen Narren. Angeführt von Prinz Maxim I. und Prinzessin Jana I. zieht der beliebte Kinderzug vom Luisenplatz bis zum Schlossplatz. Dort nehmen die Vereine und die Narren anschließend das Rathaus ins Visier, um symbolisch den Schlüssel zur Stadt zu übernehmen.
„Zum 77. Geburtstag der DACHO wollen wir natürlich auch im Rathaus kräftig mitfeiern“, erklärt Rottloff mit einem Augenzwinkern. Wenn der Schlüssel erst einmal in närrischer Hand sei, regierten Frohsinn, Heiterkeit und Humor. Die Mucker und Philister müssten sich dann bis Aschermittwoch gedulden.

Fastnachtssonntagszug – ein Jubiläum für die ganze Stadt

Archivbild: © Foto: Diether v. Goddenthow

Den Höhepunkt der Kampagne bildet der große Wiesbadener Fastnachtssonntagszug am 7. Februar 2027, gefördert von Lotto Hessen. Im Zeichen des DACHO-Jubiläums schlängelt sich der närrische Lindwurm durch das Herz der Landeshauptstadt und bringt die Fastnacht dorthin, wo seit der Gründung der Dachorganisation ihr besonderer Auftrag liegt: auf die Straßen der Stadt.

„77 Jahre DACHO stehen für gelebte Fastnacht und für Menschen, die gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Genau dieses fröhliche und friedliche Miteinander wollen wir mit unserem Jubiläumszug sichtbar machen“, sagt Zugmarschall Harald Müller. Man freue sich darauf, mit den Wiesbadenern und ihren Gästen einen Sonntag voller Musik, Konfetti und guter Laune zu feiern.

Dass ein solcher Zug angesichts steigender Kosten und hoher Sicherheitsanforderungen keine Selbstverständlichkeit ist, machte Simon Rottloff auf der Pressekonferenz deutlich. Umso wichtiger sei die hervorragende Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Wiesbaden. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei die Unterstützung der Stadt von unschätzbarem Wert. Bei der Durchführung des Zuges, den Verkehrskonzepten, der Straßenreinigung und den Sicherheitsmaßnahmen werde die DACHO nicht allein gelassen. Andere Kommunen und Veranstalter müssten solche Aufgaben vielfach selbst bewältigen. Wiesbaden habe dagegen einen starken Partner an seiner Seite. Dafür sprach Rottloff der Stadt ausdrücklich seinen Dank aus. Man fühle sich wertgeschätzt.

Für die Sicherheit entlang der Zugstrecke kann die DACHO erneut auf starke Partner zählen. KNETTENBRECH + GURDULIC Service GmbH & Co. KG stellt der DACHO Fahrzeuge und Fahrer kostenfrei zur Verfügung. Die Fahrzeuge werden am Rand des Zuges als Sicherheitssperren vor Kreuzungen eingesetzt und ergänzen damit das Sicherheitskonzept der Veranstaltung. Zusätzlich unterstützt die Landeshauptstadt Wiesbaden den Zug mit ihrem zertifizierten Zufahrtsschutz. Für Ordnung auf den Straßen sorgen im Anschluss die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW) mit zahlreichen Kehrmaschinen und Mitarbeitern.

Trotz einiger Absagen von Musikgruppen, die vor allem auf fehlenden Nachwuchs bei den Musikern und die inzwischen hohen Anreisekosten für Busse zurückzuführen seien, könne die DACHO mit einem beachtlichen musikalischen Aufgebot aufwarten: Insgesamt 18 Musikgruppen werden den Zug begleiten. Besonders erfreulich sei zudem die Zusage der Garde der Stadt Bad Kreuznach. Diese werde nach ihrem Auftritt beim Bad Kreuznacher Fastnachtssonntagszug eigens nach Wiesbaden kommen und dort ebenfalls mitmarschieren.

Ein wichtiger Beitrag zur Finanzierung des Zuges ist auch die Unterstützung durch die Besucher. Die DACHO empfiehlt deshalb den Kauf der Zugplakette zum Preis von drei Euro pro Stück. Rottloff appellierte an die Zuschauer, von diesem Angebot Gebrauch zu machen. Würde jeder Besucher des Fastnachtssonntagszuges nur eine einzige Plakette kaufen, wäre der Zug nach seiner Rechnung für drei Jahre finanziert. Die Plakette sei somit nicht nur ein närrisches Erinnerungsstück, sondern ein konkreter Beitrag zum Erhalt der Wiesbadener Straßenfastnacht.

Zuginspektor Thomas Schreiner, der für die technische Sicherheit, die gastronomischen Stände entlang der Strecke sowie die Fastnachtsmesse auf dem Mauritiusplatz und dem Schlossplatz verantwortlich zeichnet, betont ebenfalls die Bedeutung der Zusammenarbeit: Ein solcher Zug gelinge nur, wenn Ehrenamt, Stadt und Sponsoren Hand in Hand arbeiteten. Sein Dank gelte allen, die vor und hinter den Kulissen mithelfen, damit die Menschen entlang der Strecke unbeschwert feiern können.
Damit die DACHO und das Kinderprinzenpaar auch zwischen den zahlreichen Terminen gut unterwegs sind, ist das Autohaus Merbag Wiesbaden GmbH erneut als Mobilitätspartner dabei. Es unterstützt die Kampagne mit Fahrzeugen für die DACHO und der „Kutsche“ für das Kinderprinzenpaar.

Archivbild: © Foto: Diether v. Goddenthow

Jubiläumsorden: Die 77 steht im Mittelpunkt
Auch der Kampagnenorden trägt das Jubiläum sichtbar nach außen: Im Mittelpunkt seiner Gestaltung steht in diesem Jahr die 77, eingebettet in die Konturen der Stadt Wiesbaden. Damit verbindet der Orden das Jubiläum der Dachorganisation mit der Stadt, deren Fastnacht sie seit 77 Jahren gemeinsam mit ihren Mitgliedsvereinen prägt.
„77 Jahre DACHO sind vor allem 77 Jahre gemeinsames Engagement für unsere Fastnacht“, unterstreicht Rottloff. Der Jubiläumsorden sei deshalb auch ein Dankeschön an all diejenigen, die diese Tradition mit Leben füllten – auf der Bühne, auf der Straße und hinter den Kulissen. Ohne sie gäbe es keine fünfte Jahreszeit, wie man sie in Wiesbaden kenne und liebe.

Weitere Informationen über die DACHO, ihre Mitgliedsvereine und die Termine der Wiesbadener Fastnacht finden sich unter www.dacho.de oder per E-Mail an r.eisenmann@dachowiesbaden.de.