OB Nino Haase nimmt Druckgraphik des IX. Mainzer Medienpreisträgers Stephan Füssel in die Obhut der Stadt

(v.li.): Peter Krawietz, ehemaliger Kulturdezernent, Prof. Stephan Füssel, Siegfried Felder (Künstler), OB Nino Haase, Ulrich-H. Drechsler, Torsten Kirchmann, Prof. Christian Vahl. © Mainzer Medienpreis

Am 14. Juli 2026 fand die traditionelle Übergabe der Druckgraphik des Mainzer Medienpreises an die Stadt Mainz statt. Sie gehört zu den Höhepunkten der Preisübergabe: in Gegenwart von dem Preisträger 2025 Prof. Stephan Füssel und des ihn portraitierenden Künstlers Siegfried Felder übernahm Oberbürgermeistermeister Nino Haase den Preis in die Obhut der Stadt.
Der Oberbürgermeister beglückwünschte den Vorsitzenden des Presseclub Mainz, Torsten Kirchmann, zur Übernahme des Amtes des Sprechers des Findungsgremiums von Prof. Christian Vahl. Torsten Kirchmann erklärte: „Der Mainzer Medienpreis hat sich in den zurückliegenden 10 Jahren zu einem Mainzer Markenzeichen entwickelt, das durch seine Preisträger und Künstler mit Leben erfüllt wird“. Peter Krawietz, ehemaliger Kulturdezernent der Stadt Mainz ergänzt: „Das Erbe Gutenbergs ist ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal der Stadt Mainz, das durch den Preisträger sichtbar mit Leben erfüllt wird“.
Der Hochschullehrer i.R., Buch- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Stephan Füssel drückte seine Dankbarkeit für die Wahl aus und stellte fest: „Für Jürgen Klopp ging es nach dem Erhalt des Medienpreises nur bergauf und ich werte das als gutes Omen, dass es mit dem Gutenbergmuseum jetzt auch nur noch bergauf geht“.
„Als Wissenschaftler hat Stephan Füssel immer den Kontakt zu den Bürgern gesucht und gefunden“ stellte Ulrich H. Drechsler, seit 10 Jahren Mitglied in der Kommission, fest.

Prof. Christian Vahl ergänzt: „gerade die Präsentation der künstlerischen Arbeiten im Gutenbergmuseum zeigte ganz konkret die Frische und den Facettenreichtum der geehrten Persönlichkeiten und ihre Bedeutung für Mainz.“ Der angesprochene Künstler Christian Felder stellt fest: „Mainz lebt nicht nur auf seinen Plätzen, sondern durch seine Persönlichkeiten, durch seine Wissenschaft, durch seine Museen und seine Kunst“.
Univ.-Professor Dr. Stephan Füssel, Jg. 1952, promovierte 1983 an der Universität Göttingen mit einer Arbeit über italienisch-deutsche Literatur- und Kulturbeziehungen in der Renaissance. Seine Habilitation erfolgte 1991 an der Universität Regensburg über den bedeutendsten Verleger der deutschen Klassik, Georg Joachim Göschen (1752-1828); 1992 folgte er dem Ruf an den Gutenberg-Lehrstuhl der Universität Mainz und wurde zum Leiter des Instituts für Buchwissenschaft. Er ist u.a. Präsidiumsmitglied der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft (Mainz), war seit 2008 Sprecher des neugegründeten Forschungsschwerpunktes Medienkonvergenz und war gewählter Senator der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er ist Herausgeber des Gutenberg-Jahrbuchs, der Mainzer Studien zur Buchwissenschaft und der Schriftenreihe/e-book-series «Media Convergence».

Nach Herbert Bonewitz, Jürgen Klopp, Gundula Gause, den Mainzer Hofsängern, Prof. Gerhard Trabert, Dr. Annette Ludwig, Michael Bermeitinger und Markus Müller ist Prof. Stephan Füssel der neunte Preisträger des Mainzer Medienpreises.
Der Mainzer Medienpreis steht unter Schirmherrschaft des Presseclub Mainz und der Stadt Mainz. Er wird an eine Persönlichkeit vergeben, die mit ihrer Arbeit eine nachhaltige mediale Wirkung erzielt. Das Medium kann neben dem Journalismus auch der Sport, die Kunst, die Wissenschaft und anderes sein. Die Preisträger werden von einem Künstler, der für innovative Druckgraphik steht, dargestellt und durch eine museale Präsentation in der Landeshauptstadt geehrt. Die als Preis von dem Preisträger zu erstellende Druckgraphik wird in die Obhut der Landeshauptstadt Mainz gestellt.
Mitglieder der Findungskommission zum Mainzer Medienpreis für nachhaltiges Wirken 2025 waren: Karl Otto Armbrüster, Prof. Gregor Daschmann, Prof. Bernhard Dorweiler, Ulrich H. Drechsler, Hans-Jürgen Eberhardt, Marianne Grosse, Dr. Birgit Heide, Patrick Hermann, Torsten Kirchmann, Andreas Klodt, Dorothea van der Koelen, Prof. Georg Krausch, Peter Krawietz, Dr. Annette Ludwig und Prof. Christian Vahl.