Aufmachen! Rethinking High-Rises: Hochhäuser neu denken

Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum zeigt Potenziale für eine nachhaltige Stadtentwicklung © Foto: Diether v. Goddenthow

Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum zeigt Potenziale für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Die Frankfurter Skyline steht für Fortschritt, wirtschaftliche Stärke und Wandel. Doch was geschieht, wenn Hochhäuser ihre ursprüngliche Funktion verlieren? Die Ausstellung „Aufmachen! Rethinking High-Rises“ im Deutschen Architekturmuseum (DAM) Frankfurt widmet sich vom 17. Oktober bis 22. November 2026 dieser Frage und zeigt, wie bestehende Bürotürme zu nachhaltigen, lebendigen und vielseitig nutzbaren Bausteinen der Stadt von morgen werden können.

Die gemeinsam vom internationalen Planungs- und Beratungsbüro Arup und dem DAM entwickelte Ausstellung rückt den vorhandenen Hochhausbestand als wertvolle Ressource in den Mittelpunkt. Anhand von Gebäudetypologien aus Frankfurt am Main und Offenbach werden unterschiedliche Szenarien für eine technische Erneuerung, neue Nutzungen und eine städtebauliche Weiterentwicklung vorgestellt. Internationale Beispiele veranschaulichen, wie sich bestehende Bürotürme umgestalten und für neue Anforderungen öffnen lassen. Ziel ist es, Hochhäuser nicht länger als abgeschlossene Solitäre zu betrachten, sondern als anpassungsfähige Bestandteile einer nachhaltigeren, resilienteren und lebendigeren Stadt.

„Wir möchten alle Besucherinnen und Besucher einladen, die Zukunft unserer Hochhäuser neu zu denken“, erklärt Jan Kertscher, Leiter Property Business bei Arup. Die Ausstellung zeige, wie aus bestehenden Gebäuden Orte entstehen können, die sich veränderten Anforderungen anpassen und einen Mehrwert für die gesamte Stadt schaffen.

Konzipiert wurde die Ausstellung von Rudi Scheuermann und Tim Ahlswede (Arup) gemeinsam mit Peter Cachola Schmal, Direktor des DAM. Sie verbindet Perspektiven aus Architektur, Ingenieurwesen und Stadtentwicklung.

Begleitprogramm

Begleitend zur Ausstellung laden zwei Veranstaltungen zur Diskussion ein: Beim Expertentalk „Bestand als Zukunftsressource“ am 22. Oktober um 19 Uhr diskutieren Sebastian Schöll (KSP Engel), Sven Thorissen (MVRDV) und Vera Hartmann (sauerbruch hutton) unter der Moderation von Rudi Scheuermann über die ökologische, funktionale, wirtschaftliche und gestalterische Weiterentwicklung bestehender Hochhäuser.

Die Podiumsdiskussion „Vom Solitär zum Stadtbaustein“ am 19. November um 19 Uhr bringt Fachleute aus Architektur, Stadtplanung, Immobilienwirtschaft und Forschung zusammen. Mit dabei sind unter anderem DAM-Direktor Peter Cachola Schmal, Frankfurts Planungsdezernent Prof. Dr. Marcus Gwechenberger und Lena Raizberg von Arup. Im Mittelpunkt stehen Strategien und Voraussetzungen für eine qualitätsvolle Weiterentwicklung des Hochhausbestands.

Ausstellungsort: Deutsches Architekturmuseum (DAM), Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main. Laufzeit: 17. Oktober bis 22. November 2026.

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