
17 Veranstaltungen an sechs verschiedenen Spielstätten erwarten von Dienstag, 3. März, bis Dienstag, 31. März, kleine wie große Krimifans. Die Bandbreite reicht von Krimilesungen über Theaterabende bis zu Workshops. „Das Krimigenre spiegelt den großen inhaltlichen wie stilistischen Facettenreichtum der Literatur wider. Daher ist vom packenden politischen Thriller über den tiefgründigen historischen Krimi und die heitere Krimikomödie bis zum Detektivworkshop für Kinder für jeden Geschmack etwas zu finden, sofern man sich vom Reiz des Abgründigen gefangen nehmen lassen möchte“, freut sich Kulturdezernent Dr. Hendrik Schmehl.
Krimistipendiat Sven Stricker liest am 3.3. zum Auftakt
Zum Festivalauftakt wird der diesjährige Wiesbadener Krimistipendiat und vielfach ausgezeichnete Autor Sven Stricker am Dienstag, 3. März, im Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Straße 1, seinen neuen Kriminalroman „Sörensen geht aufs Haus“ vorstellen und sich mit der Journalistin Gesa Ufer über seine Arbeit als Schriftsteller, Drehbuchautor und Hörfunk-Regisseur unterhalten. Sven Stricker ist einem breiten Publikum vor allem als Schöpfer von sechs Romanen um den im nordfriesischen Katenbüll ermittelnden Kommissar Sörensen bekannt geworden. (Der Abend ist bereits ausverkauft)
Im Literaturhaus sind des Weiteren am Donnerstag, 5. März, Andreas Izquierdo mit seinem amüsanten Krimi „Über die Toten nur Gutes“ und Anna Schneider mit ihrem neuen Krimi aus ihrer Grenzfall-Reihe am Dienstag, 10. März, zu Gast. Zu den Höhepunkten im Literaturhaus gehört auch die Lesung des dreifachen Preisträgers des Deutschen Krimipreises Andreas Pflüger. Er wird sein aktuelles Buch „Kälter“, für das er jüngst ausgezeichnet wurde, am 16. März vorstellen und sich dabei einmal mehr in die abgründige Welt der Geheimdienste begeben. Ebenso politisch wie spannend wird es, wenn am Donnerstag, 26. März, die Münchner Autorin Susanne Kaiser ihr Krimi-Debüt „Riot Girl“ um eine Gruppe radikaler feministischer Aktivistinnen präsentiert.
Auch einige überregional bekannte Autoren aus dem Rhein-Main-Gebiet gehören zum Programm: Jan Costin Wagner hat am Mittwoch, 18. März, in der Kulturstätte Monta seinen neuesten Roman „Eden“ im Gepäck, der um die Themen Trauer und Schuld kreist. Der in Wiesbaden beheimatete Bestseller-Autor Benjamin Cors liest am Mittwoch, 4. März, im Polizeipräsidium Westhessen aus seinem Thriller „Aschesommer“. Die Villa Schnitzler lädt am Samstag, 7. März, zu „R(h)einfällen“ mit Fenna Williams und Regina Schleheck. Für den Abschluss des Programms sorgt am Dienstag, 31. März, die Autorengruppe Dostojewskis Erben im Literaturhaus Villa Clementine mit Kurzkrimis aus der aktuellen Anthologie „Hoch gestapelt – tief gefallen“, die sich auf die Spuren von Thomas Manns Hochstapler-Figur Felix Krull begibt.
Auch junge Krimi-Fans kommen wieder auf ihre Kosten: Am Mittwoch, 25. März, bei der Lesung von Maja Nielsen aus ihrem Jugendthriller „Das falsche Leben“ im Literaturhaus sowie am Dienstag, 31. März, beim Workshop „Junior Detektive“ in der Mauritius-Mediathek. Auch das künstlerhaus43 steuert wieder einen Impro-Krimi und ein Grusel-Krimi-Dinner zum Krimimärz im Theater im Palast bei.
Das ausführliche Programm des Wiesbadener KrimiMärz 2026 sowie alle Infos zu Tickets und Vorverkauf sind unter www.wiesbaden.de/krimimaerz zu finden sowie ab Mitte Februar in der ausliegenden Programmbroschüre.
Über Sven Stricker

Sven Stricker wurde 1970 im nordfriesischen Tönning geboren und lebt in Potsdam. Seit seinem Studium der Komparatistik, Anglistik und Geschichte, arbeitet er als Regisseur für Hörspiele und Hörbücher. Seit 2013 ist er auch als Autor tätig, sein Durchbruch als Krimiautor gelang ihm 2020 mit seiner Reihe um den Kriminalhauptkommissar Sörensen. Die Bücher „Sörensen hat Angst“ (2020) sowie „Sörensen fängt Feuer“ (2023) wurden für den Norddeutschen Rundfunk verfilmt.
Für seine Arbeit hat Sven Stricker zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter mehrmals den deutschen Hörbuchpreis, unter anderem 2006 für das Hörbuch „Lauf Junge Lauf“ von Uri Orlev und 2009 für das Hörspiel „Herr Lehmann“. Im Jahr 2021 wurde er für das Drehbuch für „Sörensen hat Angst“ mit einer Romy ausgezeichnet und gewann im Jahr darauf für dasselbe Drehbuch den Grimme-Preis.
