Römertag Rheinhessen in Mainz – Expertenführung am Sonntag, 26. April 2026

Das Römische Bühnen-Theater in Mainz gehört zu den größten antiken Bühnenbauten nördlich der Alpen. Vermutlich im 1. Jahrhundert n. Chr. erbaut, lag es am Südhang des Kästrichs, unterhalb der heutigen Zitadelle. © Landeshauptstadt Mainz

Das Römerjahr 2026 in Rheinhessen setzt ein starkes Zeichen für die lebendige Vermittlung antiker Geschichte – und erreicht mit dem XIX. Römertag am 26. April seinen ersten großen Höhepunkt. In der gesamten Region wird das römische Erbe nicht nur sichtbar, sondern erfahrbar: mit Führungen, Ausstellungen und kulinarischen Angeboten, die Vergangenheit und Gegenwart auf besondere Weise verbinden.

Im Mittelpunkt steht dabei ein dichtes Programm, das sich über mehrere Städte erstreckt. Neben der Landeshauptstadt Mainz beteiligen sich auch Alzey und Ingelheim am Rhein mit eigenen Akzenten. Bereits am Samstag, 25. April, wird das Themenwochenende im Museum der Stadt Alzey eröffnet. Ein „Römer-Flashmob“ unter dem Hashtag #plebs_fulminans sowie ein begleitender Vortrag stimmen dort auf das historische Wochenende ein.

Der eigentliche Römertag am Sonntag lädt dann zu einer Vielzahl von Entdeckungen ein. Museen und Denkmäler öffnen ihre Türen, bieten Einblicke in archäologische Funde und vermitteln anschaulich das Leben im antiken Mogontiacum. Besonders hervorzuheben ist das Engagement der Stadt Mainz, die mit ihrem außergewöhnlich reichen Bestand an römischen Relikten eine zentrale Rolle im Themenjahr spielt.

Expertenführung durch das römische Mainz

So wird am 26. April um 15 Uhr eine kostenfreie Expertenführung durch das römische Mainz angeboten. Initiiert von Baudezernent Ludwig Holle, richtet sich das Angebot an alle, die tiefer in die Geschichte der Stadt eintauchen möchten. Unter fachkundiger Leitung eines Archäologen aus dem Projektmanagement „Römisches Erbe“ führt der Rundgang zu bedeutenden Monumenten wie dem Römisches Theater Mainz, dem Drususstein in der Zitadelle sowie dem spätantiken Stadttor auf dem Kästrich.

Die zweistündige Führung beginnt an den Treppen der Lutherkirche oberhalb des Römischen Theaters und verbindet architektonische Erläuterungen mit aktuellen Einblicken in Restaurierungs- und Präsentationskonzepte. Gerade diese Verbindung von Forschung, Denkmalpflege und öffentlicher Vermittlung macht den besonderen Reiz des Angebots aus. Besucherinnen und Besucher erhalten nicht nur historische Informationen, sondern können auch mit einem Experten ins Gespräch kommen und Fragen stellen.

Familienprogramm in Ingelheim

Parallel dazu richtet sich in Ingelheim ein familienfreundliches Programm an ein breiteres Publikum: Beim Museumsfest „Mit Tunika und Tinte“ können große und kleine Gäste römisches Alltagsleben spielerisch entdecken.

Römertag im Rahmen „Römer in Rheinhessen“,

Der Römertag ist dabei eingebettet in das umfassende Themenjahr „Römer in Rheinhessen“, das sich von Januar bis November 2026 erstreckt. Mit über 60 Sonderveranstaltungen – darunter Ausstellungen in mehreren Städten der Region – wird das römische Erbe in all seinen Facetten beleuchtet: von Militärstandorten und Kastellen über den Weinbau bis hin zur Entwicklung urbaner Strukturen.

Ein Großteil der Angebote ist kostenfrei zugänglich ist. Damit wird Geschichte niederschwellig erfahrbar und für ein breites Publikum geöffnet. Eine digitale Programmbroschüre bietet einen Überblick über alle Veranstaltungen und lädt dazu ein, das Römerjahr individuell zu entdecken.

So zeigt Rheinhessen im Jahr 2026 eindrucksvoll, wie sich archäologisches Erbe zeitgemäß vermitteln lässt – als lebendige Kulturgeschichte, die weit über museale Räume hinausreicht und die Region in ihrer historischen Tiefe neu erfahrbar macht.

Römer in Rheinhessen