Museum für Antike Schifffahrt positioniert Schiffs-Highlights neu – Eröffnung für Ende 2026 geplant

© Foto: Museum für Antike Schifffahrt des Leibniz-Zentrums für Archäologie, Mainz

Als vor 40 Jahren bei Bauarbeiten für das neue Mainzer Hilton-Hotel am Rhein die Überreste alter römischer Schiffe gefunden wurden, hätten die Bagger die römischen Schiffwracks beinahe untergegraben. Über mehrere Jahre hinweg wurden die Funde rekonstruiert und im Museum für Antike Schifffahrt aufgebaut und ausgestellt. Das Museum gehört zum Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA), ehemals Römisch-Germanisches Zentralmuseum, und ist das europaweit einzige Museum für antike Schifffahrt. Seit vier Jahren wird es umfassend umgebaut und soll Ende 2026 mit einem neuen Ausstellungskonzept wiedereröffnen.

Anfang Juni 2026 wurden die beiden imposanten, tonnenschweren und jeweils mehr als 20 Meter langen Schiffsnachbauten des Museums für Antike Schifffahrt an ihre neuen Standorte in der künftigen Dauerausstellung versetzt. Die Schiffe zählen zu den bekanntesten Exponaten des Hauses. Der aufwendige Umzug markiere einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Wiedereröffnung des Museums, so Henriette Baron, Leiterin Ausstellungen am Leibniz-Zentrum für Archäologie.

Für das Museumsteam war die rund sechsstündige Aktion ein besonderer Moment: Nach Jahren der Planung, Sanierung und Neukonzeption wird nun Schritt für Schritt sichtbar, wie das Museum künftig aussehen wird. Mit jedem erreichten Meilenstein wächst die Vorfreude auf die Wiedereröffnung des Museums für Antike Schifffahrt Ende des Jahres.

(Diether von Goddenthow /RheinMainKultur.de)