
Wiesbadens Handwerk, Wirtschaft und Kultur trauern um den beliebten früheren HWK-Hauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk, der am 3. März 2026 nach schwerer Krankheit viel zu früh im Alter von 65 Jahren verstorben ist.
Bernhard Mundschenk, der erst im vergangenen Jahr in den Ruhestand verabschiedet wurde, hat das Handwerk in Wiesbaden und in ganz Hessen über viele Jahre hinweg entscheidend geprägt und es mit zahlreichen Kulturveranstaltungen – von Modeschauen über Meisterstücke des Tischlerhandwerks bis hin zu Weihnachtsmarkt des Handwerks – auch für die Allgemeinheit geöffnet.
Insbesondere lag ihm die Bildungskultur am Herzen, nämlich die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung und damit verbunden die Stärkung der Berufsorientierung, gerade auch an Gymnasien. Für seine Verdienste wurde Mundschenk, der seit 2016 zudem die Geschäfte der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern und des Hessischen Handwerkstags als handwerkspolitische Interessenvertretungen der mehr als 78.000 Handwerksbetriebe in Hessen führte, vielfach ausgezeichnet.
Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori unterstrich, dass Mundschenks Tod „den Verlust einer starken Stimme für das Handwerk, nicht nur in Wiesbaden, sondern in ganz Hessen“ bedeute. „Insbesondere sein unermüdliches Engagement für die Förderung des Nachwuchses im Bereich der beruflichen Bildung und bei der Betriebsnachfolge zeichnete ihn aus und bleibt uns allen in guter Erinnerung. Ich bin dankbar dafür, ihn kennengelernt zu haben, und erinnere mich vor allem daran, welches freundliche, aber bestimmte Klima er während der Koalitionsverhandlungen geschaffen hat und wie er jeden Morgen leicht scherzhaft betonte, dass wir das Handwerk nicht vergessen sollten. Humor und Leidenschaft in der Sache – das hat ihn als Menschen ausgezeichnet“, sagte Mansoori.
Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sagte: „Mit dem Tod von Bernhard Mundschenk verlieren wir eine hochgeschätzte Persönlichkeit und einen besonderen Menschen. Er hat über Jahrzehnte das Handwerk in Wiesbaden und Hessen geprägt. Sein Tod ist ein großer Verlust für das Handwerk und die Stadtgesellschaft. In Gedanken sind wir bei seiner Frau, seinen erwachsenen Kindern sowie den weiteren Angehörigen, denen wir unser tiefes Beileid aussprechen.“
Bürgermeisterin und Wirtschaftsdezernentin Christiane Hinninger fügte hinzu: „Wir haben Bernhard Mundschenk als kompetenten und empathischen Gesprächspartner in allen Bereichen des Handwerks sehr geschätzt. Unsere Zusammenarbeit war stets von großer Kooperationsbereitschaft und höchster Verlässlichkeit geprägt – sowohl im Fachlichen als auch im Zwischenmenschlichen.“
(Dokumentation: Diether von Goddenthow RheinMainKultur.de)
