
Untergang kann so schön sein, etwas Erhabenes haben. Und bei der neuen grandiosen immersiven Ausstellung „Die Legende der TITANIC – Die Immersive Ausstellung“ ist es wunderbar geglückt, Besucher den Weg in Titanics Abgrund – aushaltbar – mitzuerleben, ja regelrecht genießen zu lassen. Vom 30. Januar bis zum 12. April 2026 ist die Erfolgsausstellung in der Raumfabrik in Frankfurt Heddernheim zu erleben (mit U1, Halt Heddernheimer Landstraße).
Check in

Die Ausstellung besteht aus sechs Bereichen: Im Foyer checken die „Passagiere“ über den „Hafeneingang“ des Hafens von Southampton in der dritten Klasse ein und erfahren über Infotafeln Hintergrundwissen vom „Leben an Bord“ bis hin zu bewegenden Biografien ehemaliger Passagiere. Zudem kann man sich per KI-Fotospot fotografieren und ins Jahr 1912 „animieren“ lassen.
Es schließt sich ein kleiner Artefakte-Raum mit Original-Exponaten (aus einem Schwesterschiff) an, die den außerordentlichen Luxus an Bord des einst größten Passagierschiffs der Welt, der Titanic, vermitteln.
Das heldenhafte Orchester der Titanic

Im dritten Bereich wird Besuchern das „heldenhafte Orchester der Titanic“ vorgestellt. Per VR-Brillen können Besucher vom bequemen Sessel aus dem heldenhaften Titanic-Orchester in einer fantastischen Reise audiovisuell bis in die Tiefen des Atlantiks folgen. Es ist unglaublich, dass Abgründe so pathetisch schön und entspannend sein können wie hier. Durch eindrucksvolle Projektionen, interaktive Elemente und detailgetreue Nachbildungen wird hierdurch im Virtual-Reality-Raum eine besondere Hommage an das berühmte Orchester der Titanic geboten. Bei der beeindruckenden Inszenierung begleiten die Besucher die klassischen Musikstücke, die einst an Bord erklangen, neu interpretiert in die Tiefen des Ozeans.
Immersive Titanic-Untergangs-Show

Derart angeturnt, betreten Besucher die alle 30–40 Minuten präsentierte immersive Titanic-Untergangs-Show an Bord des Luxusliners. Sie durchlaufen vom Stapellauf, Check-in und Leben an Bord bis hin zum Untergang in einer 360-Grad-Projektion den Untergang des Schiffes in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912: Ein gigantischer Schiffsrumpf thront majestätisch am Pier, Matrosen laufen eilig umher, und unter die rauen Rufe der Seeleute mischt sich das aufgeregte Gemurmel der Passagiere. Es ist der 10. April 1912, und im Hafen von Southampton herrscht reges Treiben. Die RMS Titanic, ein Wunderwerk der Technik und das damals größte Schiff der Welt, bricht zu ihrer Jungfernfahrt Richtung New York auf. Die RMS Titanic ist ein Versprechen und eine Hoffnung – auf Fortschritt, Luxus und eine bessere Zukunft. Niemand ahnt, dass der legendäre Ozeanriese unaufhaltsam seinem dramatischen Schicksal entgegensteuert. Bekanntermaßen rammte nur vier Tage nach dem Ablegen das vermeintlich unsinkbare Titanic einen Eisberg und versank mit über 2000 Passagieren und Seeleuten im eiskalten Atlantik. Da in den wunderbar gestalteten Szenen die Ereignisse eher nur angedeutet bleiben und mit viel Symbolik auskommen, lösen sie – anders als bei einem reinen Action-Spektakel – keine Herzrhythmusstörungen aus und sind so für Kinder und sensiblere Gemüter wirklich aushaltbar.

Ein weiteres Highlight der Ausstellung, das Metaversum, befindet sich ein Stockwerk höher (muss mit 5 Euro dazu gebucht werden). Dank Metaversum-Technologie können Besucher die Titanic virtuell per spezieller VR-Brille erkunden. Besucher befinden sich zunächst in einem virtuellen U-Boot, schauen auf das Wrack am Meeresgrund, bevor ein geschickt inszenierter Zeitsprung das Schiff zum Leben erweckt und die Besucher, quasi als Passagiere, durch Hotspots der noch nicht gesunkenen Titanic geleitet. Da die „Passagiere“ sich in kleinen Schrittchen entsprechend der visuellen wegeaufzeigenden Vorgaben selbst bewegen, haben sie ein Wahnsinnsgefühl, selbst den Luxusliner – vom Maschinenraum bis an Deck – zu erkunden. Allein das Metaversum ist es wert, sich die Ausstellung zu gönnen.
„Eisberg voraus“, „Kurioses der Titanic“

Vis-à-vis des Metaversums lädt ein weiterer Showroom dazu ein, sich über „Eisberg voraus“, „Kurioses der Titanic“ sowie „Mythen und Legenden“ zu informieren oder an einer Medien-Playstation über diverse Spiele in die Zeit der Titanic einzutauchen. Ein original rekonstruiertes Rettungsboot und ein gigantischer Eisberg sorgen für ein entsprechendes Flair. Für Kinder, aber auch Erwachsene, laden Maltische dazu ein, sich mit Buntstiften beim Ausmalen der Titanic zu nähern.
Über einen Titanic-Shop im EG mit weiteren Infotafeln „Tote und Überlebende“ und „Die Titanic nach dem 15. April“ endet die sehr empfehlenswerte Ausstellung. Natürlich gibt es im Shop von Andenken bis zum großen „Titanic-Bausatz“ alles zu kaufen.
„Die Legende der TITANIC – Die Immersive Ausstellung“ ist mehr als eine Ausstellung – es ist eine Zeitreise in die Geschichte der legendären Titanic und ein außergewöhnliches Erlebnis, auch um mal für eineinhalb Stunden aus dem Alltag „abzutauchen“ und beim einem Untergang zu entspannen.
(Diether von Goddenthow /RheinMainKultur.de)
Die Legende der TITANIC – Die Immersive Ausstellung
30.01. bis 12.04.2026
Raumfabrik Frankfurt
Heddernheimer Landstraße 155
60439 Frankfurt am Main
Täglich 10:00 bis 21:00 Uhr
Tickets ab 22 Euro unter www.titanic-immersiv.de
Für das Metaversum-Erlebnis ist ein separates Ticket zu buchen. Empfohlene Besuchsdauer: ca. 90 Minuten
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Website: www.titanic-immersiv.de
Instagram: https://www.instagram.com/titanic_immersiv/
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