Jahresprogramm 2026 im Kunsthaus Wiesbaden

Internationale Positionen, Erinnerungskultur und neue digitale Perspektiven prägen das Programm des Kunsthauses Wiesbaden im Jahr 2026. Mit sechs Ausstellungen sowie innovativen Veranstaltungs- und Vermittlungsformaten lädt das Haus am Schulberg 10 zum Dialog über Kunst, Gesellschaft und aktuelle Fragestellungen ein. Zugleich startet die Artothek mit einer neuen Online-Datenbank, über die Werke der städtischen Kunstsammlung künftig digital recherchiert und ausgeliehen werden können.

Why are you creative Hermann Vaske © Patrick-Baeuml

Den Auftakt bildet noch bis Samstag, 14. Februar, die Ausstellung „Why are you creative? by Hermann Vaske“. Die letzte kostenfreie Führung findet am Donnerstag, 5. Februar, um 18 Uhr statt.

Ab Donnerstag, 12. Februar, ist das Stadtarchiv Wiesbaden zu Gast im Kunsthaus und zeigt in der Aula die Ausstellung „Rosa Winkel. Als homosexuell verfolgte Häftlinge in den Konzentrationslagern Buchenwald und Mittelbau-Dora“ – ein eindringlicher Beitrag zur historischen Erinnerungskultur.

Einen Blick in die Zukunft der Kunst wirft das Projekt „Motion Creation Design“, das vom Hessischen Staatsballett gemeinsam mit dem Studiengang Expanded Media der Hochschule Darmstadt entwickelt wurde. Die Präsentation ist von Freitag, 27. Februar, bis Sonntag, 1. März, in der Kunsthalle zu sehen und thematisiert neue künstlerische Perspektiven im Spannungsfeld von Körper, Bewegung und Künstlicher Intelligenz.

Seinen inhaltlichen Schwerpunkt „Demokratieförderung durch Erinnerungskultur“ setzt das Kunsthaus mit einer internationalen Ausstellung fort: Von Donnerstag, 26. März, bis Sonntag, 28. Juni, zeigt die Kunsthalle die Ausstellung „Memory in Action: Marcelo Brodsky“. Der argentinische Künstler zählt zu den bedeutendsten Stimmen Lateinamerikas. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit Mishpocha vom Jüdischen Museum Frankfurt und ist Teil von World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.

© Foto Diether v. Goddenthow

Im Rahmen des Projektstipendiums Internationale Maifestspiele folgt von Mittwoch, 20. Mai, bis Sonntag, 31. Mai, die klangkünstlerische Installation „An den Grenzen des Pulses“ des mexikanischen Künstlers Wingel Mendoza, die in der Aula präsentiert wird.

Ein Wiedersehen gibt es im Spätsommer mit Grace Schwindt, deren Arbeiten bereits 2022 im Kunsthaus zu sehen waren. Von Donnerstag, 27. August, bis Sonntag, 8. November, zeigt das Kunsthaus die Ausstellung „Witnesses“. Im Zentrum steht eine für die Biennale in Busan (Korea) entwickelte Arbeit, die nun erstmals in Europa in einer erweiterten und für Wiesbaden neu konzipierten Fassung präsentiert wird.

Den Abschluss des Jahres bildet ab Donnerstag, 3. Dezember, die Ausstellung des Wiesbadener Christa Moering-Preisträgers Titus Grab, die im Rahmen des Christa Moering-Stipendiums unter dem Themenschwerpunkt „Perspektive“ gezeigt wird.

Darüber hinaus beteiligt sich das Kunsthaus an zentralen Kulturterminen der Stadt: an der Kurzen Nacht der Galerien und Museen am 11. April, am Internationalen Museumstag am 17. Mai sowie am Tag des offenen Denkmals am 13. September, an dem auch die Ateliers der Künstlerinnen und Künstler geöffnet sind.